EU-Kommission will „echten europäischen Bildungsraum des Lernens“ schaffen

 

Der Rat der europäischen Union, auch EU-Ministerrat genannt, hat seine Empfehlungen für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Resilienz der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Amtsblatt der Europäischen Union (2020/C 417/01) veröffentlicht.

 

Ziel ist es, einen „echten europäischen Bildungsraum des Lernens zu schaffen, in dem eine hochwertige, inklusive allgemeine und berufliche Bildung nicht durch Grenzen behindert wird.“ Vor allem sollen Hürden für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Hochschulqualifikationen ebenso wie von Qualifikationen der allgemeinen und beruflichen Bildung beseitigt werden. In dem Zusammenhang fordert der Ministerrat „die zügige Umsetzung einer einfachen grenzüberschreitenden Validierung der Ergebnisse von Weiterbildungsmaßnahmen und Maßnahmen des lebenslangen Lernens.“ Staatliche und private Träger der beruflichen Weiterbildung ruft der Rat der europäischen Union diesbezüglich zu einem stärkeren Engagement auf. Die DTMD University, die als eine der ersten europäischen Hochschulen nach der neuen DIN-ISO 21001:2018 Norm für Bildungsorganisationen zertifiziert ist, erfüllt diese Aufforderung voll umfassend.

 

Aufbauend auf den Prioritäten des Kopenhagen-Prozesses einer verstärkten europäischen Zusammenarbeit bei der beruflichen Bildung, die am 19. Dezember 2002 mit einer Entschließung des Rates angenommen wurden, stehen die Ziele einer hochwertigen und flexiblen beruflichen Weiterbildung einschließlich der transnationalen Mobilität im Mittelpunkt der globalen Vision der EU-Kommission für die Modernisierung der beruflichen Weiterbildung. Die zuständigen Ministerinnen und Minister haben diese Vision bereits 2010 im Kommuniqué von Brügge festgelegt. Sie hat bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. Die Ziele und Maßnahmen der früheren Entschließung des Rates aus dem Jahr 2002 sowie des Kommuniqués von 2010 bilden den Startpunkt und die Fundierung des Brügge-/Kopenhagen-Prozesses, den die EU-Kommission seit 2012 strategisch und operativ vorantreibt. Dennoch führt der Brügge-/Kopenhagen-Prozess in Sachen Bekanntheitsgrad bislang eher ein Schattendasein im Vergleich zum durch die Bologna-Deklaration vom 19. Juni 1999 gestarteten Bologna-Prozess.

 

Als primären Grund für die mangelnde Sichtbarkeit des Brügge-/Kopenhagen-Prozesses in weiten Kreisen des Gesundheitswesens nennen Bildungsexperten zum einen den Tatbestand, dass die Politik der universitären medizinischen Erstausbildung grundsätzlich mehr Beachtung schenkt als der Weiterbildung. Zum anderen argwöhnen nationale Entscheidungsträger bei der beruflichen Weiterbildung eine Einmischung der EU-Kommission, was in Bologna-Angelegenheiten sowohl rechtlich wie auch politisch ausgeschlossen ist.

 

Wie dem aus sei. Die DTMD University hat sich von Anfang an den strikten Transparenz- und Qualitätsvorgaben sowie der durchgängigen Durchlässigkeit des Brügge-/Kopenhagen-Prozesses verpflichtet. Sie begrüßt den Perspektivwechsel von der Inputorientierung hin zu einer Ausrichtung am Lernergebnis, von der Vermittlungstätigkeit der Dozenten hin zu den Lernaktivitäten der Studierenden. Wie sprechen von einem „Shift from Teaching to Learning“. Kompetenzen und Erfahrungen werden dabei in formalen und nicht formalen Lernumgebungen auf allen Ebenen des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR), vor allem postgradual auf der tertiären Ebene, vermittelt.

 

Als Anbieter beruflicher Weiterbildungsprogramme und -Maßnahmen muss die DTMD University aufgrund ihrer DIN-ISO Zertifizierung sicherstellen, dass sie national wie international über ein angemessenes Maß an Flexibilität, Autonomie und finanziellen Ressourcen verfügt‚ um ihr Weiterbildungsangebot dem sich ändernden Kompetenzbedarf anzupassen und dabei die Qualität zu sichern.

 

Im Gegensatz zu klassischen Hochschulen sieht die DTMD University wenig Sinn darin, von einer Dichotomie wissenschaftlicher und beruflicher Weiterbildungs-Anforderungen im  Gesundheitswesen auszugehen.Dazu Prof. Dr. André Reuter, Präsident der DTMD University:
„Eine solche Trennlinie verkennt, dass die Medizin in erster Linie eine Erfahrungswissenschaft ist und postuliert eine systembezogene Andersartigkeit von Wissen und Kompetenzen, die zu einem strikten Gegensatz zwischen beruflicher und akademischer Bildung führen würde. Unabhängig von der Theorielastigkeit eines Studiums bzw. eines Bildungsangebots müssen Programme und Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung in der Medizin und der Zahnmedizin müssen das Primat der Praxisrelevanz und der unmittelbaren Praxistauglichkeit nachhaltig gewährleisten.“ Darauf achtet die private luxemburgische Hochschule nach eigenen Angaben sehr auch bei der Wahl ihrer Dozenten und Professoren. „Das macht uns nicht nur Freunde“, kommentiert der DTMD Präsident.

 

Eine grundlegende Eigenschaft des Brügge-/Kopenhagen-Prozesses ist die Gewährleistung einer stringenten Durchlässigkeit der Bildungspyramide ab der Stufe 4 (Kompetenzen, die zur selbständigen Planung und Bearbeitung fachlicher Aufgabenstellungen in einem umfassenden, sich verändernden Lernbereich oder beruflichen Tätigkeitsfeld benötigt werden.) bis hin zur Stufe 8 (Doktorat). Dem trägt die DTMD University mit ihren Maßnahmen zur Anerkennung erworbener Kompetenzen sowie zur entsprechenden Einstufung auf unterschiedliche Bildungs- und Kompetenzlevel Rechnung. Sie bietet damit den Pflege- und Assistenzberufen echte Aufstiegsoptionen und -Perspektiven, die den Beruf für erfahrene Fachkräfte wesentlich attraktiver machen.