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Präambel

Digitale Technologien sind in vielfacher Weise für die Zahnmedizin der Zukunft von nachhaltiger Bedeutung: Sie erlauben voll-integrierte digitale Arbeitsschritte mit einem begleitenden automatischen Daten- und Informationsfluss von der Diagnose bis hin zum operativen Eingriff und ggf. einer patientenoptimierten Nachbehandlung.

Um optimale patientenzentrierte Behandlungspläne zu erstellen, reichen gewöhnliche Röntgenaufnahmen und klassische Untersuchungsparameter oft nicht mehr aus. Vielmehr braucht der vorausschauende Zahnarzt heute unterschiedliche moderne bildgebende Verfahren mit intraoralen Scans und Fotoaufnahmen bis hin zu digitalen Volumentomographie-Techniken (DVT). Mit den gewonnenen Daten wird er anhand spezieller Software ein virtuelles diagnostisches Modell erstellen, mit dem er verschiedene Möglichkeiten für ein optimales Behandlungs­konzept „durchspielen“ kann. Darüber hinaus können klinische Daten durch entsprechen­de Software sinnvoll ausgewertet und in ein klinisches Behandlungskonzept integriert werden.

Es liegt auf der Hand, dass ein für Patient und Arzt sinnvoller Einsatz zukunftsweisender digitaler Technologien einen nachhaltigen praktischen Informations-, Wissen- und Technologie-Transfer am Patienten zwingend voraussetzt. Dieser Austausch wird bei der DTMD University for Digital Technologies in Medicine and Dentistry durch dedizierte Hands-on Training-Module gewährleistet.

Engagierte Lehrzahnärztinnen und Lehrzahnärzte mit hoher Kompetenz und nachgewiesener Expertise gewährleisten in ihren optimal ausgestatteten akademischen Lehrpraxen der DTMD University ein systematisches fachliches und soziales Coaching junger Kolleginnen und Kollegen.

Um die geforderten hohen Standards der akademischen Lehrpraxen der DTMD Universität nachhaltig zu garantieren, hat das Präsidium eine Akkreditierungsordnung für akademische Lehrpraxen erlassen, die ein mehrstufiges Auswahlverfahren vorsieht. Die Entscheidung über die Akkreditierung einer Praxis und die Ernennung eines Zahnarztes zum Lehrzahnarzt der DTMD University liegt allein beim Präsidium der Hochschule. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Zulassungskriterien für Akademische Lehrpraxen (AL) der DTMD University

  1. In den Akademischen Lehrpraxen (AL) der DTMD wird eine systematische präventive und parodontologische Betreuung angeboten.
  2. In einer AL muss mindestens ein Zahnarzt mit einer weiterreichenden Qualifikation in den Bereichen Parodontologie, Endodontie, Kieferorthopädie, Kieferchirurgie/Oralchirurgie oder Implantologie tätig sein. Die Auswahlkommission der DTMD entscheidet über die fachliche Eignung des Bewerbers. Der Bewerber soll eine Praxistätigkeit von mindestens fünf Jahren nachweisen.
  3. Alternativ kann eine akademische Lehreinrichtung (Abteilung einer Universitätsklinik, Fachklinik oder einer Fach(hoch)schule) zur AL werden.
  4. Eine Praxis, die sich um die Ernennung zur AL bewirbt, verpflichtet sich zur Einhaltung aktueller wissenschaftlicher Standards in Diagnostik und Therapie. Die Patientenbetreuung im Bereich Prävention und Parodontologie/Implantologie wird umfassend dokumentiert. Der Umfang der Dokumentation soll demjenigen entsprechen, der für die Falldokumentationen der Studierenden gefordert wird.
  5. In einer AL wird qualifiziertes Praxispersonal (ZMP, DH) beschäftigt.

Akkreditierungsprozess für akademische Lehrpraxen der DTMD University

Die Akkreditierung einer Praxis zur akademischen Lehrpraxis der DTMD University erfolgt auf zwei Weisen

  1. Das Präsidium der DTMD beruft eine Zahnärztin/einen Zahnarzt zur Lehrzahnärztin/ Lehrzahnarzt nachdem es sich persönlich ausführlich über die Person und die Praxis der/des betreffenden Kollegin/Kollegen informiert hat und in nicht öffentlicher Sitzung der Akkreditierungskommission einvernehmlich beschlossen hat, dass alle relevanten Voraussetzungen und Kriterien für eine Akkreditierung gegeben sind.
  2. Eine Zahnärztin bzw. ein Zahnarzt, die davon überzeugt sind, dass sie selbst und ihre Praxen die Voraussetzungen für die Ernennung zur Lehrzahnärztin / zum Lehrzahnarzt erfüllen und ihre Praxen über die von der DTMD geforderten personellen, räumlichen und technologischen Ressourcen verfügen, stellen einen formlosen Antrag an den Präsidenten der DTMD University. In einer nicht öffentlichen Sitzung beschließt die Akkreditierungskommission der DTMD dann einvernehmlich, ob alle relevanten Voraussetzungen und Kriterien für eine Akkreditierung gegeben sind. Die Akkreditierungskommission ist in ihrer Entscheidung frei. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Präsident der DTMD informiert den Antragsteller zeitnahe über die Entscheidung der Akkreditierungskommission. Diese muss er nicht begründen.

Nach erfolgreicher Akkreditierung erhält die Praxis eine Akkreditierungsurkunde sowie die Befugnis die Bezeichnung „Akademische Lehrpraxis der DTMD University“ zu führen und das Akkreditierungslogo auf der eigenen Homepage, auf dem Türschild und in Veröffentlichungen der Lehrärztin / des Lehrarztes zu führen.

Bestandskriterien für akademische Lehrpraxen der DTMD University

Die Akkreditierung einer akademischen Lehrpraxis gilt erstmals für zwei Jahre und kann anschließend jeweils für drei Jahre verlängert werden.

Die Akkreditierung einer akademischen Lehrpraxis kann bei Nichteinhaltung der für den Masterstudiengang festgelegten Qualitätssicherungsrichtlinien und -Maßnahmen unmittelbar widerrufen werden.

Des Weiteren gelten folgende Bestandskriterien für Als

  1. Eine AL verpflichtet sich zum dauerhaften Weiterbestand der oben genannten Aufnahmekriterien.
  2. Eine AL nimmt am regelmäßigen kollegialen Austausch teil und endsendet einen Repräsentanten zu den jährlich stattfindenden akademischen Foren und Feiern der DTMD.
  3. Die AL erklären ihre Bereitschaft zum gemeinsamen Durchführen wissenschaftlicher Projekte. Der Austausch von Patientendaten für klinische Daten erfolgt grundsätzlich anonymisiert.
  4. Die AL sind damit einverstanden, dass von den Studierenden über die verpflichtenden in der AL abgehaltenen Lehrbestandteile eine Evaluation abgegeben wird.
  5. Die AL unterstützt die Studierenden bzgl. Übernachtungsmöglichkeiten in der Praxis-Partnerstadt für die Wahlmodulzeit (Hospitation/Supervision). Für freiwilliges Arbeiten (Hospitationen, Master-Thesis u.a.) in der Praxis können individuelle Absprachen getroffen werden.
  6. Die Al erklärt ihr Einverständnis zur Nennung der akademischen Praxis sowie der betreffenden Lehrärztin / des betreffenden Lehrarztes auf der Homepage und in sonstigen Präsentationen der DTMD University

Akkreditierungsordnung für Institute der

DTMD University for Digital Technologies in Medicine and Dentistry
Château de Wiltz, Luxemburg

Stand März 2018

Präambel

Die DTMD University for Digital Technologies in Medicine and Dentistry mit Sitz in Schloss Wiltz, Luxemburg, erachtet In- und An-Institute als wichtige und wertvolle universitäre Organismen zur Förderung und Unterstützung der Ziele und Aufgaben der Hochschule.

In-Institute sind rechtlich und organisatorisch Bestandteil der DTMD University und bündeln Aktivitäten einzelner Studiengänge sowohl in der Lehre als auch in der Forschung.

An-Institute sind rechtlich selbständige Einrichtungen an der DTMD University. Sie sind organisatorisch und personell sowie teilweise auch räumlich mit der DTMD verbunden, ohne jedoch Bestandteil der Hochschule zu sein.

Hauptaufgabe der In- und An-Institute der DTMD University ist der Transfer von Information, Technologie und Wissen in Lehre und Forschung zwischen der Hochschule und der Praxis. Dazu vertiefen und verbreitern diese Institute vornehmlich wissenschaftliche Aktivitäten und Vorhaben, die von der DTMD selbst nicht wahrgenommen werden sollen oder können.

Die vorliegende Akkreditierungsordnung der DTMD University legt allgemeingültige Grund­sätze für die Einrichtung von In- und An-Instituten fest. Die Entscheidung über die Akkre­di­tie­rung eines An- oder In-Instituts der DTMD University liegt allein beim Präsidium der Hoch­schule. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wissenschaftliche Einrichtungen der DTMD University

  1. Das Präsidium der DTMD University kann unter Berücksichtigung der fachlichen, personellen und finanziellen Ressourcen der Hochschule wissenschaftliche Einrichtungen (Institute, Seminare) bilden, soweit zur Durchführung und Gewährleistung einer Aufgabe auf dem Gebiet von Forschung und Lehre Personal- und/oder Sachmittel der Hochschule oder von Dritten gebunden und ständig bereitgestellt werden sollen.
  2. Wird eine wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule überwiegend oder ausschließlich über Drittmittel finanziert, müssen diese Drittmittel für die Dauer der zu realisierenden Aufgaben, mindestens aber für zwei Jahre (2) gesichert sein und der wissenschaftlichen Einrichtung zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung stehen.
  3. Für gleiche oder verwandte Aufgaben soll nur eine wissenschaftliche Einrichtung an der DTMD University gebildet werden. Ist eine wissenschaftliche Einrichtung fachlich mehreren Fachbereichen bzw. Studienprogrammen zuzuordnen, so ist deren Aufgaben- und Verantwortungsverteilung ausdrücklich und umfassend im Gründungsprotokoll bzw. in den Statuten der betreffenden wissenschaftlichen Einrichtung festzuhalten.
  4. Die Statuten der wissenschaftlichen Einrichtung müssen zweifelsfrei festlegen, ob es sich um ein In-Institut oder um ein An-Institut handelt. Neben dem Ziel- und Aufgabenspektrum der Einrichtung müssen Vorschriften zu deren Organisation und Verwaltung transparent und möglichst vollumfänglich in der Satzung des Instituts und/oder der Geschäftsordnung der Leitungsorgane des Instituts festgeschrieben werden.

Genehmigung der Einrichtung eines In- oder An-Instituts der DTMD

  1. Grundsätzlich werden nur solche wissenschaftlichen Einrichtungen als Institute der DTMD University anerkannt werden, die ihren Sitz in Luxemburg haben und nach Luxemburger Recht organisiert sind.
  2. In- und An-Institute der DTMD University werden grundsätzlich auf Zeit anerkannt, mindestens jedoch für 3 Jahre. Die DTMD University strebt dabei eine mittel- bis langfristige nachhaltige Zusammenarbeit an.
  3. Die Gründung eines In-Instituts ist vom Präsidium der DTMD zu genehmigen. Im Falle einer Genehmigung kann das Präsidium Auflagen beschließen. Das In-Institut ist verpflichtet, alle zwei Jahre einen Bericht über seine Aktivitäten zu erstellen und diesen dem Präsidenten der DTMD University vorzulegen.
  4. Als An-Institute werden nur außerhalb der DTMD University befindliche Einrichtungen anerkannt, die wissenschaftliche und/oder verwaltungstechnische Aufgaben erfüllen. Die Einrichtung muss rechtlich und finanziell von der Hochschule unabhängig sein.
  5. An-Institute werden grundsätzlich aus Mitteln Dritter finanziert. Die Sicherung der Existenz des An-Instituts ist durch geeignete Unterlagen und Aktivitätsberichte für die Dauer der Vorhaben und Aktivitäten des An-Instituts, mindestens aber für zwei (2) Jahre darzulegen. Die Anerkennung des An-Instituts durch die DTMD University ist an den Nachweis der Finanzierung gebunden.
  6. Das Präsidium kann auf Antrag oder durch Beschluss eine außerhalb der Hochschule befindliche Einrichtung, die geeignete wissenschaftliche und/oder verwaltungstechnische Auf­gaben erfüllt, als Einrichtung der Hochschule anerkennen. Die Anerkennung wird durch den Präsidenten der DTMD dann und nur dann ausgesprochen, wenn die geplanten Auf­gaben in Lehre und Forschung sowie beim Transfer von Information, Technologien und Wis­sen nicht von einer Einrichtung der Hochschule selbst übernommen werden sollen oder können. Ein Rechtsanspruch einer (externen) Antragstellerin/eines Antragstellers auf Anerkennung als An-Institut besteht nicht.
  7. Die anerkannte Einrichtung wirkt mit der DTMD University zusammen. Die rechtliche Selbständigkeit der Einrichtung und die Rechtsstellung der Verantwortlichen und Mitarbeiter der Einrichtung werden dadurch nicht berührt.
  8. Die Anerkennung des An-Instituts kann durch das Präsidium aus wichtigem Grund widerrufen werden, insbesondere dann, wenn durch das Verhalten des An-Instituts das Ansehen der DTMD University geschädigt und/oder ihr finanzieller Schaden zugefügt wird sowie auch dann, wenn das An-Institut seine Ziele längere Zeit nicht bzw. nicht mit der notwendigen Nachhaltigkeit verfolgt.
  9. Der Leiter eines An-Instituts an der DTMD University kann vom Präsidium der Hochschule in dieser Funktion als außerplanmäßiger Professor an der DTMD University berufen werden. Er hat das Titelrecht.

Betrieb eines In-Instituts der DTMD University

  1. Ein In-Institut der DTMD University ist rechtlich und organisatorisch Bestandteil der Hochschule und unterliegt der Kontrolle des Präsidiums.
  2. Das In-Institut wird durch einen Leiter oder eine Leiterin vertreten. Er oder sie wird vom Präsidium der DTMD ernannt und führt den Titel: Direktor oder Direktorin des Instituts (Bezeichnung) der DTMD University Luxembourg.
  3. Die Amtszeit des Leiters oder der Leiterin des Instituts beträgt zwei Jahre. Eine Wiederwahl ist möglich.
  4. Der Leiter oder die Leiterin des Instituts kann mit Zweidrittelmehrheit der Stimmen der Mitglieder des Instituts abgewählt werden. In diesem Fall ist ein neuer Leiter oder eine neue Leiterin vom Präsidium der DTMD zu ernennen, dessen oder deren Amtszeit bis zum Auslaufen der regulären Amtsperiode des/der Abgewählten
  5. Der Leiter oder die Leiterin des Instituts vertritt im Rahmen der gesetzlichen Regelungen das Institut nach außen.
  6. Der Leiter oder die Leiterin des Instituts erstellt eine Finanzübersicht, die Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellt.
  7. Der Leiter oder die Leiterin stimmt die Annahme von Drittmitteln mit dem Präsidium der DTMD ab.

Betrieb eines An-Instituts der DTMD University

  1. Die Zusammenarbeit zwischen der DTMD University und dem An-Institut wird geregelt entweder über die Statuten des An-Instituts, die einvernehmlich mit dem Präsidium der DTMD zu erarbeiten sind und beim zuständigen Registergericht in Luxemburg zu hinterlegen sind oder über einen Kooperationsvertrag, den die DTMD University mit dem An-Institut schließt.
  2. In beiden Fällen ist eine eventuelle gegenseitige Kostenübernahme für die Nutzung von Ressourcen bzw. Infrastrukturen vorzusehen. Eine Haftung der DTMD University für die Tätigkeit des An-Instituts ist auszuschließen.
  3. Das An-Institut wird von einem Institutsleiter sowie einem oder mehreren Stellvertretern geführt. Näheres regeln die Statuten des An-Instituts bzw. die Geschäftsordnung der Leitungsorgane des Instituts.
  4. An-Institute an der DTMD University können mit Zustimmung des Präsidiums der DTMD Filialen und/oder Niederlassungen auch im In- und Ausland unterhalten. Diese sind vom Firmensitz örtlich getrennte, rechtlich und wirtschaftlich jedoch unselbständige Vermögensbestandteiledes An-Instituts.
  5. Mit der Anerkennung durch die DTMD ist das Nutzungsrecht des An-Instituts hinsichtlich des Namens und des Logos der DTMD für (An-)Institute verbunden. Das An-Institut ist verpflichtet, sechs Monate vor Ablauf der Genehmigungsfrist einen Aktivitätsbericht, aus dem das Verfolgen der satzungsgemäßen Ziele des An-Instituts ersichtlich wird, dem Präsidium der DTMD University vorzulegen. Danach entscheidet dieses über die weitere befristete oder unbefristete Verlängerung der Anerkennung.
  6. Die Statuten des An-Instituts müssen eine angemessene Mitwirkung eines oder mehrerer Vertreter der DTMD in dem geschäftsleitenden Organ des An-Instituts verbindlich regeln.
  7. Die Statuten des An-Instituts müssen ferner sicherstellen, dass die Wissenschaftsfreiheit und das Recht auf Veröffentlichung von Forschungsergebnissen gewahrt sind.

Berufungsordnung der

DTMD University for Digital Technologies in Medicine and Dentistry
Schloss Wiltz, Luxemburg

Stand 1. März 2018

Die DTMD University for Digital Technologies in Medicine and Dentistry hat die nachfolgende Berufungsordnung für Professoren, apl. Professoren und Dozenten als Satzung erlassen:

Inhalt

  1. Bewerbungsunterlagen. 9
  2. Kriterien zur Erstellung eines Fachgutachtens. 9

§ 1 Geltungsbereich

  1. Diese Ordnung regelt das Verfahren zur Besetzung von Stellen für Professoren, apl. Professoren, Dozenten, Lehrkräfte für besondere Aufgaben sowie für die Feststellung der pädagogischen Eignung von Lehrpersonal der DTMD University.
  2. Die Berufungsordnung für Professoren, apl. Professoren und Dozenten an der DTMD University regelt des Weiteren die persönliche Titelführungsbefugnis der Betroffenen im Rahmen ihrer Tätigkeiten in Lehre und Forschung für die DTMD University sowie nach dem Ausscheiden aus der Hochschule.

§ 2 Fristen

  1. Berufungsverfahren sollen unmittelbar nach Feststellung eines konkreten Bedarfs an Ressourcen in Lehre und/oder Forschung eingeleitet werden, damit ein Berufungsvorschlag zum frühestmöglichen Zeitpunkt, spätestens jedoch sechs Monate nach Feststellung des Bedarfs im Präsidium diskutiert und entschieden werden kann.
  2. In absehbaren Fällen (Erreichen der Altersgrenze) soll das Stellenbesetzungsverfahren mindestens 12 Monate vor Freiwerden der Stelle eingeleitet und der Berufungsvorschlag spätestens vier Monate vor dem Freiwerden der Stelle vorgelegt werden.

§ 3 Bedarfsplanung, Auswahlkriterien

  1. Sich ergebende Bedarfe sind umgehend dem Präsidium der DTMD zu melden. Jede Stellenbesetzung wird durch eine Bedarfsfeststellung initiiert. Mittelfristige und strategische Bedarfe werden durch das Präsidium, kurzfristige Bedarfe durch den Dekan im Rahmen der Semesterplanungen festgestellt.
  2. Das Präsidium entscheidet im Rahmen des genehmigten Haushaltsplans über die Einrichtung oder Neubesetzung einer Stelle. Es informiert die Genderbeauftragte der DTMD University hierüber.
  3. Art und Umfang der zu besetzenden Professur werden durch das Präsidium in Abstimmung mit dem Studienleiter, dessen Fachgebiet betroffen ist, festgelegt. Damit einhergehend werden die Bezeichnung des Aufgabengebietes und die künftige strukturelle und inhaltliche Ausrichtung der Stelle in Lehre und Forschung geregelt.
  4. Grundlage für eine Berufung sind neben den formellen Berufungsvoraussetzungen die Stellenbeschreibung und die durch die Universität definiertenDazu zählen insbesondere:
  • Akademische Aus- und Weiterbildung
    (in der Regel ist eine mit Prädikatsnote abgeschlossene Promotion zwingend)
  • Art und Dauer der Berufserfahrung
  • Anzahl und Art wissenschaftlicher Publikationen
  • Dauer der Lehrerfahrung
  • Evaluierungsergebnisse aus Lehraufträgen an der DTMD University
  • Evaluierungsergebnisse aus Lehraufträgen an anderen Hochschulen
  • Einschlägige Forschungserfahrungen und -leistungen

Die aufgelisteten Auswahlkriterien sind grundsätzlich gleich gewichtet. Sie können, wenn die zu besetzende Stelle es erfordert, im Vorfeld des Berufungsverfahrens jedoch auch abweichend gewichtet werden. Die abweichende Gewichtung wird durch das Präsidium der DTMD in Abstimmung mit der Berufungskommission und dem zuständigen Studienleiter beschlossen. Wenn es die zu besetzende Stelle erfordert, können weitere universitäts- und/oder studienspezifische Auswahlkriterien festgelegt werden. Diese werden ebenfalls durch das Präsidium in Abstimmung mit der Berufungskommission und dem zuständigen Studienleiter festgelegt und gewichtet.

§ 4 Ausschreibung

  1. Stellen für Professoren werden vom Präsidium ausgeschrieben.
  2. Unmittelbare oder mittelbare Benachteiligungen von potenziellen Bewerbern aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschau­ung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität dürfen durch den Text oder die Art der Ausschreibung nicht impliziert werden.
  3. Der Ausschreibungstext soll enthalten:
    • Das Aufgabengebiet (Denomination) und Venia des zukünftigen Stelleninhabers,
    • die nähere Aufgabenbeschreibung und die daraus resultierenden konkreten Aufgaben des zukünftigen Stelleninhabers,
    • die Zuordnung zu einem Fachgebiet der Hochschule,
    • den Zeitpunkt der Besetzung sowie des Arbeitsantritts,
    • einen Hinweis auf die von den Bewerbern einzureichenden Unterlagen,
    • einen Hinweis auf die Bewerbungsfrist. Diese muss mindestens vier Wochen betragen.
  1. Im Übrigen ist der Ausschreibungstext so abzufassen, dass weibliche und männliche Bewerber gleichermaßen angesprochen werden.
  2. Der Ausschreibungstext ist vor Veröffentlichung durch das Präsidium frei zu geben.
  3. Das Präsidium entscheidet über die Publikationsorgane für die Ausschreibung. In Frage kommen überregionale Zeitungen, Internetstellenbörsen, einschlägige Fachzeitschriften ebenso wie geeignete Soziale Medien. Ergänzend kann per E-Mail-Verteiler und/oder die Homepage der Universität über die Stellenausschreibung informiert werden.
  4. Das Präsidium kann von einer förmlichen Ausschreibung absehen, wenn
    • ein anerkannter und bewährter Dozent der DTMD oder einer Partner-Hochschule auf eine Professur an der DTMD University berufen werden soll,
    • die Universität sich die Mitarbeit einer besonders herausragenden Persönlichkeit sichern will,
    • ein reguläres Berufungsverfahren bisher erfolglos geblieben ist.

Der Nachweis der erforderlichen Einstellungsvoraussetzungen für eine Professur gemäß § 3d und der pädagogischen Eignung gem. § 12 dieser Ordnung ist auch in solchen Fällen zwingend notwendig. Die Genderbeauftragte für den Lehrbereich der DTMD University ist hierzu anzuhören.

§ 5 Zusammensetzung der Berufungskommission

  1. Die Berufungskommission hat mindestens drei ständige stimmberechtigte Mitglieder. Im Einzelnen sind dies der Präsident als Vorsitzender, der Dekan als stellvertretender Vorsitzender sowie einer der Prodekane der DTMD University. Weitere Mitglieder der Berufungskommission werden durch das Präsidium vorgeschlagen. Die Amtszeit dieser Mitglieder beträgt zwei Jahre.
  2. Für die Mitglieder der Berufungskommission werden Stellvertreter gewählt, die bei Verhinderung des Mitglieds die Vertretung jeweils für eine komplette Sitzung übernehmen. Es ist sicherzustellen, dass in der Berufungskommission die professoralen Mitglieder über die Mehrheit der Stimmen verfügen.
  3. Sollte unter den professoralen Mitgliedern der Berufungskommission nicht mindestens eine Person sein, die aufgrund des von ihr vertretenen Faches für die fachliche Beurteilung der Bewerber kompetent ist, wird ein fachlich geeigneter Professor einer Partner-Hochschule beratend hinzugezogen.
  4. Auf Beschluss der Berufungskommission können darüber hinaus weitere Mitglieder der Universität oder Professoren anderer Universitäten und Hochschulen sowie externe Sachverständige zu einzelnen Sitzungen beratend hinzugezogen werden.
  5. In der Gründungsphase der Universität, darf die Berufungskommission, solange noch keine ausreichende Anzahl geeigneter Vertreter der einzelnen Statusgruppen gegeben ist, ihren Aufgaben auch mit einer geringeren Anzahl ständiger Mitglieder nachkommen.
  6. Die Genderbeauftragte der DTMD University kann an den Sitzungen mit Antrags- und Rederecht teilnehmen. Sie ist wie ein Mitglied zu laden und zu informieren. Die Genderbeauftragte der DTMD University ist nicht stimmberechtigt. Dies gilt nicht, wenn die Funktion der Genderbeauftragten für den Lehrbereich der DTMD University von einem der stimmberechtigten Mitglieder der Berufungskommission (§ 5 Abs. a) übernommen wurde.

§ 6 Verfahrensgrundsätze

  1. Die Berufungskommission tagt nicht öffentlich. Die Unterlagen sind vertraulich zu behandeln. Kenntnisse über Personen, die im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens erworben wurden, sind ebenfalls vertraulich zu behandeln. Die oder der Vorsitzende der Berufungskommission weist die Mitglieder der Berufungskommission ausdrücklich auf die Vertraulichkeit hin und macht dies aktenkundig.
  2. Über die Sitzungen der Berufungskommission werden Ergebnisprotokolle geführt, die den Mitgliedern der Kommission, den jeweils betroffenen Dekanen und dem Genderbeauftragten für den Lehrbereich der DTMD University zuzuleiten sind.
  3. Die Berufungskommission ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Die Berufungskommission ist bei der Behandlung eines Gegenstandes ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig, wenn die Behandlung in einer der vorherigen Sitzungen, in der das Thema behandelt werden sollte, wegen Beschlussunfähigkeit zurückgestellt und die Berufungskommission zur Verhandlung über den Gegenstand noch einmal einberufen wurde. Bei der Einberufung der zweiten Sitzung muss auf die Tatsache, dass die Beschlussfähigkeit in je­dem Fall gegeben ist, ausdrücklich hingewiesen werden. Beschlüsse zum Verfahren werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen getroffen, Beschlüsse über eine positive Berufungsentscheidung müssen einstimmig getroffen werden. Bei der Berechnung der Mehrheiten werden ungültige Stimmen und Enthaltungen nicht mitgezählt. Bei Stimmgleichheit gilt ein Vorschlag als abgelehnt.
  4. Stimmberechtigte Mitglieder der Berufungskommission, die bei Beschlüssen zum Verfahren überstimmt wurden, können dem Beschluss ein schriftliches Sondervotum beifügen; dieses muss in der Sitzung, in der die Abstimmung stattfindet, angemeldet und innerhalb von 14 Tagen dem Vorsitzenden der Kommission zugeleitet werden.
  5. Die Bewerber werden unmittelbar nach Abschluss jedes Verfahrensabschnittes durch den Dekan über den Verfahrensstand informiert. Bewerber, deren Bewerbung im Laufe des Verfahrens nicht weiter berücksichtigt wird, erhalten umgehend nach dem abschließenden negativen Votum eine Absage. Ihnen werden ihre Bewerbungsunterlagen zurückgeschickt und die Ablehnungsgründe genannt.
  6. Die Genderbeauftragte der DTMD University ist jederzeit berechtigt, Einsicht in die Bewerbungs- und Verfahrensunterlagen zu nehmen und in allen Stufen der Entscheidungsfindung eine schriftliche Stellungnahme abzugeben.

§ 7 Vorauswahl der Bewerber anhand der eingereichten Unterlagen

  1. Die im Rahmen der Ausschreibung festgelegte Stellenbeschreibung bildet zusammen mit den formalen Einstellungsvoraussetzungen und den durch die Universität definierten Auswahlkriterien die Grundlage für die Auswahl.
  2. Es werden alle Bewerbungen berücksichtigt, die innerhalb der Bewerbungsfrist eingehen. Gehen nach Ablauf der Bewerbungsfrist noch weitere Bewerbungen ein, kann das Präsidium entscheiden, ob diese noch berücksichtigt werden.
  3. Die eingegangenen Bewerbungen werden von der Universitätsverwaltung jeweils auf Vollständigkeit und auf Vorliegen der formalen Einstellungsvoraussetzungen vorgeprüft. Die Bewerber erhalten eine Eingangsbestätigung durch die Universitätsverwaltung. Diese enthält einen Hinweis, wie sich das Verfahren inhaltlich und zeitlich weiter gestaltet und nennt dem Bewerber eine Ansprechperson für weitere Fragen. Darüber hinaus werden gegebenenfalls fehlende Unterlagen nachgefordert.
  4. Bewerber, die die formellen Voraussetzungen für eine Professur nicht erfüllen und diese auch nicht in absehbarer Zeit erfüllen werden, erhalten ihre Bewerbungsunterlagen unter Nennung der Ablehnungsgründe umgehend zurück.
  5. Alle übrigen Bewerbungen werden mit den vollständigen Bewerbungsunterlagen an das Präsidium und den Studienleiter weitergeleitet. Bei allen Bewerbungen, die in die engere Auswahl gelangen, wird das Vorliegen der weitergehenden fachinhaltlichen Einstellungsvoraussetzungen gemäß den festgelegten Auswahlkriterien geprüft. Die Bewertung nicht zu beurteilender Unterlagen (z.B. ausländische Zeugnisse) wird durch den Vorsitzenden der Berufungskommission mit Unterstützung der Universitätsverwaltung vorgenommen. Die Publikationen des Kandidaten werden durch den zuständigen Dekan oder einen durch diesen benannten, fachlich geeigneten Vertreter bewertet.
  6. Das Präsidium entscheidet in Absprache mit dem Dekan und dem/den Studienleiter/n aufgrund der eingereichten Bewerbungsunterlagen, welche Bewerbungen in die engere Wahl zu ziehen sind.

§ 8 Vorstellungsgespräch im Präsidium

  1. Das Präsidium lädt die geeigneten Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch ein.
  2. Das Vorstellungsgespräch wird vom Präsidenten und vom Dekan durchgeführt. In dem Gespräch werden unter anderem die bisherigen Lehrerfahrungen, die Motivation des Bewerbers, bestehende akademische und soziale Kontakte, die bisherigen Erfahrungen in Lehr-, Forschungs- und Transferaktivitäten, geplante Projektvorhaben sowie Vorstellungen zu deren künftiger Einbeziehung in die angestrebte Universitätstätigkeit besprochen. Dabei wird sowohl auf die Lehre als auch auf die Forschung abgestellt. Neben der Einstellung zu Lehre und Forschung werden gegebenenfalls auch internationale Erfahrungen und Sprachkenntnisse thematisiert. Zudem werden die besonderen Anforderungen berufsbegleitender Lehrveranstaltungen und Studierender vorgestellt. Darüber hinaus wird auf die in der Stellenbeschreibung aufgeführten und die durch die Universität festgelegten Auswahlkriterien eingegangen.
  3. Nach Abschluss des Vorstellungsgesprächs entscheidet das Präsidium über die Fortführung des Bewerbungsverfahrens. Im Falle eines positiven Votums werden diejenigen Bewerber, die an der DTMD University noch keine Lehrveranstaltungen durchgeführt haben, aufgefordert, eine Probevorlesung zu halten, um ihre methodisch-didaktischen Fähigkeiten zu belegen. Art, Thema und Dauer der Veranstaltung werden in Absprache mit dem Bewerber und dem Lehrenden, in dessen Vorlesung die Veranstaltung durchgeführt werden soll, festgelegt.
  4. An der Probeveranstaltung nehmen mindestens ein Mitglied der Berufungskommission sowie mindestens ein Professor des betreffenden Fachgebiets als Gutachter teil. Im Anschluss an die Veranstaltung verfassen die Gutachter einen Bericht über die wissenschaftliche und didaktische Qualität der Probevorlesung. Für das Verfassen des Berichts wird ihnen eine „Checkliste zur pädagogischen Eignung“ zur Verfügung gestellt, an der sie sich orientieren sollen. Außerdem befragen die Gutachter in Abwesenheit des Kandidaten die Studierenden zu der Qualität der Vorlesung aus studentischer Sicht. Die Ergebnisse der Befragung fließen ebenfalls in den Bericht ein. Der Bericht wird den Mitgliedern der Berufungskommission im Vorfeld der Sitzung, in der sich der Kandidat in der Kommission vorstellt, durch das Präsidium zur Verfügung gestellt.
  5. Die Probeveranstaltung entfällt, wenn der Kandidat bereits an der DTMD University gelehrt hat und über gute Evaluierungsergebnisse verfügt. In diesem Fall werden die Evaluierungsergebnisse durch das Prüfungsamt zu einem Kurzbericht zusammengefasst und der Berufungskommission im Vorfeld der Sitzung, in der sich der Kandidat in der Kommission vorstellt zur Verfügung gestellt.

§ 9 Vorstellung in der Berufungskommission

  1. Nach einem positiven Votum aus dem Vorstellungsgespräch und der ggf. durchzuführenden Probeveranstaltung stellt sich der Kandidat in der Berufungskommission vor.
  2. Die Mitglieder der Berufungskommission erhalten im Vorfeld der Sitzung umfangreiche Informationen über den Kandidaten. Dazu gehören die eingereichten Bewerbungsunterlagen und die Gutachten über die methodisch-didaktischen Fähigkeiten. Der Präsident berichtet zu Beginn der Sitzung in Abwesenheit des Kandidaten zudem über das geführte Vorstellungsgespräch.
  3. Der Kandidat stellt der Berufungskommission im Rahmen einer Präsentation seinen persönlichen und beruflich-wissenschaftlichen Werdegang vor. Im Anschluss hieran wird er zu verschiedenen Aspekten seines beruflichen und wissenschaftlichen Werdegangs, der Entwicklung fachlicher Schwerpunkte, seiner wissenschaftlichen Qualifikation, seinen Vorstellungen über seine wissenschaftlichen Tätigkeiten an der DTMD University und seiner Motivation zu der Tätigkeit an einer Universität für Berufstätige befragt. Das Gespräch wird insbesondere auch vor Hintergrund der besonderen Anforderungen des berufsbegleitenden Unterrichts geführt. Bei Bedarf erfolgt ein Teil des Gesprächs in einer verlangten Fremdsprache. Auf die Bereiche Forschung und Lehre wird jeweils einzeln eingegangen. Nach der Befragung wird der Kandidat entlassen.
  4. Im Anschluss an die Befragung würdigt die Berufungskommission die Eignung des Kandidaten ausführlich. Jedes Mitglied muss im Anschluss an die Würdigung zu dem Kandidaten schriftlich Stellung nehmen. Hierfür steht ein standardisiertes Muster zur Verfügung. Im Ergebnis kann der Kandidat mit „uneingeschränkt geeignet“, „bedingt geeignet, sofern geklärt wird“ oder „ungeeignet“ bewertet werden.
  5. Das Bewerbungsverfahren wird weitergeführt, wenn alle anwesenden Mitglieder der Berufungskommission zu der Bewertung „uneingeschränkt geeignet“ und/oder „bedingt geeignet, sofern geklärt wird“ kommen und damit die Empfehlung aussprechen, das Verfahren weiter zu führen. Sofern auch nur ein anwesendes Mitglied der Berufungskommission ein Votum mit der Bewertung „ungeeignet“ trifft, wird das Bewerbungsverfahren beendet.

§ 10 Verfahren nach Vorstellung in der Berufungskommission

  1. Über Kandidaten, die als „geeignet“ und „bedingt geeignet“ bewertet werden, werden zum Nachweis der fachlichen und persönlichen Eignung zwei Gutachten durch Professoren eingeholt. Die Gutachter sollten vornehmlich von einer externen Universität bzw. Hochschule stammen.
  2. Die Fachgutachten sollen eine zusammenfassende Aussage über die Eignung des Kandidaten treffen und dabei besonders seine fachliche und pädagogische Eignung, seine Berufspraxis sowie seine Forschungserfahrungen bewerten.
  3. Die Berufungskommission erstellt anschließend eine Berufungsliste. Diese soll in der Regel drei Berufungsvorschläge enthalten. In der Reihenfolge der Listenplätze nimmt das Präsidium anschließend mit den betreffenden Kandidaten Einstellungsverhandlungen auf. Ziel der Einstellungsverhandlungen ist es, den aus der Sicht des Präsidiums am besten geeigneten Kandidaten für die ausgeschriebene Professur zu bestimmen und mit ihm das weitere Vorgehen abzustimmen.
  4. Im Rahmen der Einstellungsverhandlungen sind unter anderem Umfang und Gestaltung des Lehrdeputats und/oder des Forschungsauftrags sowie die Titelführungsbefugnis zu regeln. Die Titelführungsbefugnis ist dabei stets an ein konkretes Engagement in Lehre und Forschung zu knüpfen.

§ 11 Pädagogische Eignung und Einstellung auf Probe

  1. Eine Einstellung als Dozent an der DTMD University erfolgt in der Regel zuerst auf Probe mit einer 12-monatigen Probezeit. Zweck der Probezeit ist zum einen, die pädagogische Eignung des Kandidaten festzustellen und zum anderen das Berufungsverfahren abzuschließen.
  2. Auf die Probezeit kann verzichtet werden, wenn die pädagogische Eignung des Kandidaten bereits vor Antritt der Lehrbeschäftigung an der DTMD festgestellt und/oder eine Berufung an einer Partner-Hochschule bereits ausgesprochen wurde. Dies gilt umso mehr, wenn der Bewerber bereits in einem Professorenverhältnis gestanden hat. Die Entscheidung, ob die Probezeit entfällt, trifft das Präsidium der DTMD University.
  3. In der Probezeit kann die DTMD einem Kandidaten einen Mentor zur Seite stellen. Der Mentor ist ein Professor der DTMD University und dient dem Kandidaten als Ansprechpartner in allen fachlichen und didaktischen Fragen. Aufgabe des Mentors ist die aktive Begleitung des Kandidaten. Hierfür führt er im ersten Lehrsemester mindestens einen Lehrbesuch durch.
  4. In der Probezeit kann zudem ein Dozentencoaching durch einen Beauftragten des Präsidiums bzw. durch einen externen Hochschuldidaktiker durchgeführt werden. Dabei kann in Rücksprache mit dem Präsidium ein individuelles Einzelcoaching vereinbart werden.
  5. Die Beteiligung der Studierenden erfolgt im Rahmen der zum Ende jedes Semesters durchgeführten Lehrevaluierung.
  6. Wird die pädagogische Eignung des neuen Dozenten in Frage gestellt, erhält er die Gelegenheit, seine didaktischen Fähigkeiten auf eigene Kosten durch bedarfsgerechte Weiterbildungen auszubauen. Die Probezeit wird gegebenenfalls verlängert.
  7. Wird die pädagogische Eignung auch in der verlängerten Probezeit nicht nachgewiesen, wird der Vertrag beendet und es kommt keine Berufung zustande.

§ 12 Berufung sowie Verfahren nach der Berufung

  1. Nach erfolgreicher Probezeit und Vorliegen aller erforderlichen Unterlagen, beruft der Präsident der DTMD den ausgewählten Bewerber auf die betreffende Professur.
  2. Das Präsidium informiert die Berufungskommission und die Mitglieder der Universität über die erfolgte Berufung.
  3. Mit der Überreichung der Ernennungsurkunde an den Kandidaten ist die Berufung abgeschlossen. Das Präsidium sollte eine qualifizierte Öffentlichkeit und das Hochschul- und Gesundheitsministerium des Großherzogtums über die Berufung informieren.
  4. Der neu berufene Professor muss sich innerhalb von 6 Monaten nach seiner Berufung der akademischen Gemeinschaft der DTMD University in einer Antrittsvorlesung vorstellen. Er wählt das Thema seiner Antrittsvorlesung in Abstimmung mit dem Dekan der DTMD.
  5. Die Bewerbungsunterlagen der Nichtberufenen werden spätestens nach Aushändigung der Ernennungsurkunde von der Universitätsverwaltung zurückgegeben.

§ 13 Beschleunigtes Berufungsverfahren

Zur Beschleunigung des Berufungsverfahrens können in Abweichung von dieser Ordnung besondere Modelle erprobt werden. Sie bedürfen in jedem Einzelfall vor ihrer Anwendung der Zustimmung durch die Berufungskommission. Die Genderbeauftragte für den Lehrbereich der DTMD University ist zu beteiligen.

§ 14 Titelführungsbefugnis nach dem Ausscheiden aus der Hochschule

Nach dem Ausscheiden aus der Hochschule bzw. beim Ausscheiden aus dem regulären Lehr- und/oder Forschungsbetrieb der DTMD University können Professorinnen und Professoren der DTMD University die akademische Würde und Berufsbezeichnung „Professorin“ bzw. „Professor“ unter folgenden Bedingungen weiterführen:

  1. Erreichen der Altersgrenze,
  2. Vorliegen einer nicht nur zeitweisen Dienstunfähigkeit,
  3. Nachweis einer ununterbrochenen Tätigkeit von mehr als 6 Jahren als Hochschullehrer an der DTMD University

§ 15 Lehrkräfte für besondere Aufgaben

Für die Anstellung von Lehrkräften für besondere Aufgaben ist die Berufungsordnung analog anzuwenden, soweit gesetzliche Regelungen nicht entgegenstehen.

§ 16 Außerplanmäßige Professoren (apl. Professoren)

  1. Außerplanmäßige Professoren (apl. Professoren) haben keine ausgeschriebene (Plan)-Stelle inne und stehen mit der DTMD University in keinem Dienst- oder Arbeitsverhältnis. Sie sind ausgewiesene Persönlichkeiten aus Medizin, Wirtschaft, Kultur und Sport, die aktiv dazu beitragen, die Ressourcen und das Renommee der Universität in Lehre und Forschung zu fördern und zu steigern.
  2. Als Anerkennung für die Verdienste um die DTMD University verleiht das Präsidium der DTMD University den unter a) genannten außergewöhnlichen Persönlichkeiten mit erfolgreichem Lebenswerk den Titel eines außerplanmäßigen Professors.
  3. Professoren werden für drei Jahre berufen. Dabei gilt eine Probezeit von einem Jahr. Ihre Berufung kann vom Präsidium verlängert werden.
  4. Außerplanmäßige Professoren sind zur sogenannten Titellehre verpflichtet. Das Präsidium legt Art und Umfang der Lehrveranstaltungen fest. Titelveranstaltungen können auch bei wissenschaftlichen Foren und akademischen Diskussionsveranstaltungen der DTMD University stattfinden. Diese Leistung wird nicht vergütet.
  5. Kommen apl. Professoren ihrer Verpflichtung zur Titellehre zum Engagement in der Forschung im Sinne der DTMD University nicht oder nur in stark eingeschränktem Umfang nach, kann das Präsidium der DTMD ihnen den Professorentitel zum nächsten Semesterende aberkennen.
  6. Außerplanmäßige Professoren sind befugt, den Titel „Professor an der DTMD University (apl.)“ zu führen. Sie sind zudem berechtigt, die Bezeichnung „Professor“ auch ohne weiteren Zusatz zu führen. Mit der Beendigung ihrer Tätigkeit an der DTMD University verlieren sie das Recht, den Professoren-Titel weiter zu führen.
  7. die Ernennung einer außergewöhnlichen Persönlichkeit mit einem besonderen Lebenswerk aus dem unternehmerischen Bereich ohne reguläre akademische Voraussetzungen (Promotion, Habilitation, Publikationen) zum apl. Professor setzt ein nachhaltiges Engagement des zu Berufenden als Leiter eines akkreditierten An-Instituts der DTMD voraus.

§ 17 Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Online Campus der DTMD University in Kraft.

§ 18 Anhang zur Berufungsordnung

1.         Bewerbungsunterlagen

Damit Bewerber in die engere Auswahl gelangen, müssen die u. a. Bewerbungsunterlagen vorliegen:

  • Identitätsnachweis, Geburtsurkunde, bei Verheirateten auch die Eheurkunde,
  • Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung,
  • Studienabschlusszeugnis(se). (Ausländische Zeugnisse sind in der Regel jeweils in der Heimatsprache und der amtlich beglaubigten Übersetzung vorzulegen),
  • Promotionsurkunde,
  • Approbationsurkunde,
  • tabellarische Aufstellung der absolvierten Ausbildungsgänge und der ausgeübten Erwerbstätigkeiten,
  • Nachweise über die berufspraktische Tätigkeit,

Den Bewerbungsunterlagen sollen neben den Daten zur Prüfung der formalen Voraussetzungen Angaben zur beruflichen Entwicklung und zum Umfang der Leitungs- und Personalverantwortung zu entnehmen sein.

Angaben zu Veröffentlichungen und Tagungsbeiträgen sollen nicht nur die wissenschaftliche Einschlägigkeit festlegen, sondern auch die Prognose ermöglichen, ob der Bewerber den Erwartungen der DTMD an seine Positionierung in der Fachöffentlichkeit gerecht werden kann.

2.         Kriterien zur Erstellung eines Fachgutachtens

Im Fachgutachten soll unter anderem auf folgende Punkte und Aspekte eingegangen werden:

  • Studium,
  • Pädagogische Eignung,
  • Besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit (Promotion),
  • Besondere Leistungen bei der Anwendung oder der Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse oder Methoden,
  • Bezug der beruflichen Praxis zu dem zu vertretenden Fach (Einschlägigkeit),
  • Befähigung des Bewerbers für das zu vertretene Fachgebiet,
  • Persönliche Eignung.

Die Würdigung von Leistungen aus dem außer-hochschulischen Bereich oder von in einem anderen Studiengang an in- und ausländischen Hochschulen erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten ist rechtlich im Verfahren der qualifizierenden Anerkennung von erworbenen Kompetenzen (VAE Validation des Acquis de l'Expérience) verankert.

Der erste Schritt in einem VAE-Anerkennungsverfahren ist die Feststellung von Kom­petenzen durch die Prüfungskommission der DTMD University.

Berufliche und/oder außerberufliche Fähigkeiten und Fertigkeiten können Gegenstand einer qualifizieren­den Anerkennung erworbener Kompetenzen nach dem VAE-Verfahren sein, unter der allgemeinen Voraussetzung, dass die Ausbildungsmaßnah­men und/oder die beruflichen Aktivitäten entweder kontinuierlich oder mit Unterbrechun­gen mindestens 3 Jahre (5.000 Stunden) betragen haben und mit dem an der DTMD University angestrebten (neuen) Bildungsabschluss Master of Science im Zusammenhang stehen.

Angerechnet werden können Lern­ergebnis­se aus formalen, nicht formalen oder informellen Lernprozessen. Eine An­rech­nung informell erworbener Lernergebnisse erfolgt im Allgemeinen über einen indivi­du­ellen Kompetenznach­weis, z.B. über Auswertungs- und/oder Bewertungsgespräche.

Erfolgreich abgeschlossene curriculare Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der Ärzte- und Zahnärztekammern sowie anderer ärztlicher und zahnärztlicher Berufs- und Stan­des­or­ganisationen können nach dem VAE-Verfahren anerkannt und angerechnet werden. Insgesamt können jedoch maximal 30% der für einen Master­ab­schluss notwendigen Credits über einen Anerkennungsentscheid der Prüfungs­kom­mis­sion der DTMD erreicht werden.

Weitere Informationen zum VAE-Verfahren erhalten Interessenten vom Studentensekretariat der DTMD University.

 

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